Seit 1990 regiert in Zürich eine links-grüne Mehrheit. Sie hat Positives erreicht. Zürich wächst und lebt. Es wächst jedoch auch die Zahl der Menschen, die für den Erfolg einen immer höheren Preis bezahlen.
Der Stadtrat hat sich dem Boomtown-Denken unterworfen. Grundeigentümer, Investoren und gute Steuerzahler stossen auf offene Ohren. Langjährige Bewohnerinnen und Bewohner werden durch die Zerstörung von zahlbarem Wohnraum und steigende Mieten aus der Stadt verdrängt. Das Nachsehen haben auch KMU’s mit geringer Wertschöpfung und Kreative, die auf bezahlbare Nischen angewiesen sind.
Für Lebensentwürfe, die keinen Mehrwert versprechen, ist immer weniger Platz in unserer Stadt. Wenn‘s den Investoren gefällt, werden sie weggeputzt. Statt gezielt Gegensteuer zu geben, hat die Stadtregierung diesen marktgetriebenen Verdrängungsprozess mit „Aufwertungs“-Massnahmen oft noch angeheizt. Statt Feuerwehr Brandstifter gespielt.
Wenn Zürich eine vielfältige Stadt bleiben soll, braucht es einen Kurswechsel in der Kommunalpolitik. Bei den kommenden Wahlen wird ein Drittel der Stadtratssitze neu bestellt. Sie bieten die Chance für einen personellen Neubeginn. Doch ohne kräftigen Druck von links und viel mehr Interventionen der direkt Betroffenen wird es keine nachhaltige Korrektur geben.
Walter Angst, Stadtratskandidat der Alternativen Liste, steht ein für eine Stadt, die Platz für alle hat. Wo nicht der Umfang des Portemonnaies bestimmt, wer hier leben darf. Eine Stadt, in der Lebenslust vor Geldgier kommt. Wo es erlaubt ist, zu stören, wenn die Verhältnisse nicht sind, wie sie sein sollten. Walter Angst gehört nicht zu denen, die wegschauen, wenn Menschen diskriminiert werden. Die Linke muss mehr anecken statt einzustecken, was Markt und Finanzplatz diktiert.








